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Keith Shadis ist der Ausbildungsleiter der 104. Trainingseinheit. Er ist der ehemalige zwölfte Kommandant des Aufklärungstrupps und war im Kommando, als die Mauer Maria im Jahre 845 fiel.

AussehenBearbeiten

Keith ist ein imposant wirkender, großer Mann mit relativ breiten Schultern. Er hat eine Glatze, einen Kinnbart, einen weizenbraunen Teint und Falten auf der Stirn. Seine Augen sind, zumindest im Anime golden. Seine auffallendsten Eigenschaften sind die dunklen Ringe um die Augen, die ihn imposant und beängstigend erscheinen lassen.

Aufgrund seiner Position als Ausbilder trägt er den typischen olivgrünen Trenchcoat, sowie ein graues Hemd. Während seiner Zeit im Aufklärungstrupp hatte Keith volles, dunkelbraunes Haar, sowie einen leichteren Kinnbart. Auch war sein Teint heller. Als er noch ein junger Soldat war, trug Keith seine Haare in einer Art Topfschnitt, ähnlich wie Marlo Freudenberg. Auch war sein Gesicht frei von Falten und Augenrändern. In seiner "Freizeit" trug Shadis eine schwarze Jacke sowie Hose.

PersönlichkeitBearbeiten

Keith ist imposant, streng und beängstigend, weshalb die Auszubildenden der 104. Trainingseinheit vorsichtig sind, in seiner Gegenwart Fehlverhalten zu zeigen[1]. Er brüllt seine Befehle so laut er kann, welches die Auszubildenden in Unterwerfung und Furcht versetzt.

Er ist aufmerksam und hat die Fähigkeit, die Charakterzüge von anderen Menschen durch ihre Ausdrucksformen, Manieren, Aktionen und Fähigkeiten zu erkennen, welches sich zeigt, als er Charakteranalysen von einigen der Auszubildenden der 104. Trainingseinheit erstellt[2].

Als er noch beim Aufklärungstrupp tätig gewesen war, weint er laut und schreit in aller Öffentlichkeit[3]. Grund war, dass sein Kamerad Moses Braun gefallen ist und dass die Truppe keine Fortschritte gemacht hat. Als Kommandant der Aufklärungstrupp hat er gezeigt, dass er sein Leben zum Wohle der Menschen einsetzt[4]. Er lässt ungern seine Kameraden sterben. Jedoch konnte er nicht viel Mut wie Erwin Smith aufbringen.

Ein wichtiger Charakterzug ist Keiths Minderwertigkeitskomplex. Während er in seiner Jugend ein Mann voller Stolz und Selbstbewusstsein war, ist nach all den Jahren nichts mehr davon übriggeblieben. Er hat realisiert, dass er nicht der "besondere" Mann ist, der die Welt rettet. Keith ist zu einem deprimierten und gebrochenem Mann geworden, der seine Ängste und Einsamkeit hinter der Fassade eines imposanten und strengen Ausbilders versteckt.

HandlungBearbeiten

Gemeinsame Vergangenheit mit der Familie JägerBearbeiten

15 Jahre vor dem Mauerfall findet Keith den verwahrlosten Grisha Jäger außerhalb der Mauern. Da dieser, außer seinem Namen und seiner Berufung, keinerlei Erinnerungen hat, kümmert sich Keith um ihn. Zusammen gingen sie in eine örtliche Bar, in der Keith Grisha alles über das Leben innerhalb der Mauern, und auch die Mentalität des Aufklärungstruppes nahe brachte. Während ihres Gespräches wurden sie von Carla Jäger, Grishas späteren Ehefrau, unterbrochen. Sie tadelte Keith, nicht wieder neue Leute für den Aufklärungstrupp einzusammeln. Jedoch verneinten sowohl Keith als auch Grisha dieses. Grisha sprach Keith Mut zu. Mehr noch, er inspirierte Shadis indem er ihn "erwählt", "besonders" und "ausergewöhnlich" nannte. Keith nahm sich dieses sehr zu Herzen. Während einer Konferenz zwischen dem Kommandant des Aufklärungstrupp und anderen hochrangigen Militärspositionen, denkt Keith über seinen Wunsch nacht, Komandant zu werden. Denn wenn er den Trupp führen würde, würden nur gute Ergebnisse gebracht werden. Alle würden ihn verstehen. Und alle würden ihn anerkennen.

Einige Zeit später, wurde Shiganshina von einer (unbekannten) Seuche heimgesucht. Unter den Opfern war auch Carla, welche von Keith zu Grisha gebracht wurde. Dieser konnte sie und alle anderen Kranken versorgen und heilen. Nachdem Keith von Grisha losgeschickt wurde, die Medizin zu verteilen, umarmte die überglückliche Carla den Doktor. Shadis jedoch, blickte im letzten Moment zurück und musste mit Schrecken und Entäuschung diese Szene beobachten.

Die Zeit verging und während einer Mission des Aufklärungstrupps wurde der damalige Kommandant von einem Titan gefressen. Daraufhin, wurde Shadis zum neuen Kommandanten gewählt. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt, fand auch die Hochzeit von Grisha und Carla statt, die Keith zwar besuchte, sich aber letzendlich ohne ein Wort zu sagen wieder entfernte, da er selbst Gefühle für Carla hegte.

Während seiner Zeit als Kommandant, war Keith nicht gut auf andere, neue Ideen zu sprechen. Erwin Smith, damals noch ein junger Soldat, stellte Keith seine Taktik, die Fernaufklärungs-Formation vor. Er bittete Shadis inständig darum, sie anzuwenden. Doch dieser wies seinen Vorschlag resolut ab.

Jahre später, kam der Aufklärungstrupp von einer niederschmetternden Mission heim. Erschöpft, frustriert und gedemütigt, muss Keith den Spott und Hohn der Zivilisten ertragen. Auf einmal ruft Carla Jäger seinen Namen. Shadis bemerkt das kleine Baby auf ihrem Arm, den sie ihn als ihren kleinen Sohn Eren vorstellt. Carla bemerkt, das sie schon oft versucht hat, Keith die Nachricht von Erens Geburt mitzuteilen, allerdings meinte Shadis, dass er sehr beschäftigt war. Daraufhin bemerkt Carla, dass sie und ihr Mann sich große Sorgen um ihn machen. Sie fragt ihn, ob er in dem Trupp bleiben will, bis er stirbt.

Als er dies hört, wird Shadis wütend. Er fragt Carla, ob sie versteht, warum nur eine Handvoll von Menschen etwas erreicht, bis sie sterben. Laut Keith, fehlt es ihnen an Vorstellungskraft. Normale Menschen, die wären nicht einmal in der Lage zu verstehen was "besondere" Menschen können und leisten. Er äußert sich auch abfällig gegenüber Carla, denn er meint das große Taten von keinem verstanden werden können, besonders nicht von Menschen, die nichts anderes können als jeden Mann zu betören, den sie sehen, in dem sie ihn Getränke einschenken. Eine klare Anspielung auf Carla´s Berufung als Kellnerin.

Carla jedoch, bleibt ruhig und leitet das Gespräch auf ihren Sohn. Sie versucht Shadis klar zu machen, das man nicht besonders sein muss. Das Leben selbst ist besonders. Bezogen auf Eren, interessiert es sie nicht, ob er ein großartiger Mann wird. Für sie ist er schon besonders, weil er in die Welt rein geboren wurde. Nach diesem Gespräch, hat Keith den Kontakt zu Carla und auch Grisha abgebrochen.

Kein BedauernBearbeiten

Im Jahr 844 war Keith der Kommandant des Aufklärungstrupp gewesen[5]. Mit Erwin Smith steht er im Hauptquartier des Armeekorps vor Darius Zackly. Die Expeditionen wird zum Erliegen kommen, weil dem Trupp finanzielle Mitteln fehlen[6]. So präsentiert er dem Darius Erwins Fernaufklärungs-Formation.

Obwohl er in Erwin großes Potenzial sieht, hat er ihm geraten sich von der Politik fernzuhalten[7]. Doch nach Erwins eindrucksvollen Bekenntnis, gibt er nach. Er vertraut ihm, dass seine Gerissenheit zum Wohle der Menschheit dient. Da Erwins Plan erfolgreich ist, sagt Darius ihm, dass die Expeditionen fortgeführt werden kann.

Man sieht Keith wieder im Hauptquartier des Aufklärungstrupp, wo er seinen Abteilungsleitern bekannt gibt, dass Menschen aus der Unterwelt in die Truppe aufgenommen werden[8]. Später sieht man ihn vor der Kompanie stehen und die neuen Rekruten Levi, Furlan Church und Isabel Magnolia vorstellen. Daraufhin sieht man ihn beim Testlauf der Fernaufklärungs-Formation, wo er Erwin auf die schwarzen Regenwolken hinweist[9].

Der Fall von ShiganshinaBearbeiten

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Keith als Kommandant des Aufklärungstrupps

Jahr 845. Keith erscheint zuerst als Kommandant des Aufklärungstrupps, als er eine gescheiterte Expedition vor den Mauern anführt, bei der auch Erwin anwesend ist[10]. Die Truppe der Überlebenden kehrt geschlagen zurück zum Bezirk Shiganshina], und wird aus der Ferne von Eren Jäger und Mikasa Ackermann beobachtet.

Die Mutter von Moses Braun kommt zu ihm, um sich nach ihrem Sohn zu erkundigen. Er zeigt der älteren Frau, das Wenige, was nur noch von ihm übrig geblieben ist, im Versuch sie zu beruhigen und ihr zu zeigen, dass der Tod ihres Sohnes einem höheren Zweck dient. Doch dann bricht er zusammen und gesteht, dass alle ihre Missionen gescheitert sind und endet damit, dass er nichts vorzuführen hat, um die Tote unter seinem Kommando zu verzeihen. Er übergibt Erwin das Kommando über den Trupp und macht sich auf den Weg in die Hauptstadt um seinen allerletzten Bericht abzugeben.

Nachdem die Mauer Maria fiel, trifft er Grisha wieder. Während dieser der Anahme ist, dass sie noch gut befreundet wären, hegt Keith, wahrscheinlich, eine Art Groll gegen ihn, denn es sei Grishas Schuld, dass Keith sich von seiner Arroganz hat leiten lassen. Er bittet Keith bei der Suche nach seiner Familie mitzuhelfen. Keith hilft ihm, da er Schulgefühle gegenüber Carla hat und sich bei ihr entschuldigen will. Kurz darauf sieht er in einer Nacht Grisha mit seinem Sohn Eren vor einem der Flüchtlingslager. Eren erzählt, dass seine Mutter von einem Titanen gefressen wurde, vorauf sowohl Keith als auch Grisha auf die Knie fallen. Als Grisha seinen Sohn bittet, Carla zu rächen und mit ihm in den Wald gehen will, verlangt Keith zu wissen, was Grisha vorhat. Dieser bittet ihn jedoch, sich da rauszuhalten. Keith folgt den Beiden jedoch und findet darauf Eren, der bewusstlos auf dem Waldboden liegt. Er trägt ihn zurück ins Flüchtlingslager, wo er ihn neben seinen Freunden Armin und Mikasa legt.

Die 104. TrainingseinheitBearbeiten

Als nächstes tritt er zwei Jahre später auf, nachdem er seinen Dienst beim Aufklärungstrupp beendet hat und anschließend Ausbildungsleiter der 104.Trainingseinheit wurde. Er geht einschüchternd und beängstigend durch die Reihen und fragt fast jeden Rekruten nach ihrem Namen und ihrer Herkunft[11]. Einige Rekruten ignoriert er völlig, unter anderem Eren, Mikasa, Annie Leonhardt, Berthold Fubar und Reiner Braun, da er in der Lage ist aus ihren Gesichtern zu lesen, welches Leid sie schon erfahren haben.

Nachdem er hört, dass Jean Kirschstein der Militärpolizei beitreten will, gibt er ihm eine Kopfnuss. Marco Bott bezeichnet er als Scheißhaufen. Connie Springer packt er am Kopf und hebt ihn hoch, weil er falsch salutiert hat. Er ist zunächst irritiert, als er sieht, dass Sasha Braus eine Kartoffel isst. Er befehlt ihr pausenlos zu laufen. Dabei konnte Sasha nicht am Abendessen teilnehmen[12].

Dann sieht man ihn beim Training zur Beherrschung der 3D-Manöver-Ausrüstung, bei der Eren, wegen seiner defekten Ausrüstung beim ersten Versuch durchgefallen ist[13]. Keith hatte die 3D-Manöver-Ausrüstung absichtlich sabotiert, um Carlas Wunsch zu erfüllen und ihren Sohn zu beschützen. Als er jedoch die Willensstärke in Erens Augen entdeckt, wird ihm klar, dass Eren ein würdiger Soldat werden kann und entscheidet sich um. In Gedanken sagt er zu Grisha Jäger, nachdem Eren die Mindestanforderung bestanden hat, dass Eren nun ein Soldat ist[14]. Er trainiert die Rekruten an Holzfiguren auch die Titanen zu töten[15]. Hierbei gibt er ein mündliches Zeugnis jedem Rekruten, die man unter 104. Trainingseinheit nachlesen kann.

Rückkehr nach Shiganshina Bearbeiten

Lange Zeit sieht man nichts mehr von Keith, bis zum 71ten Kapitel des Mangas, wo er von einem Teil des Aufklärungstrupps aufgesucht wird, da diese vermuten, er würde etwas über Erens Vergangenheit wissen. 

Keith bemerkt, wie sich seine ehemaligen Schützlinge verändert haben, obwohl es nur ein paar Monate waren, seidem sie das Training beendet haben. Er wendet sich Eren zu und sagt dem Jungen, das er stark nach seinen Eltern kommt. Daraufhin erzählt Shadis allen Anwesenden seine Geschichte, auch wenn er sie vorwarnt, dass diese keinen Nutzen für die Menschheit hat. So erzählt er alles, von dem auffinden von Grisha bis hin zu seiner gemeinsamen Geschichte mit Carla und ihm bis hin zu dem Abend an dem er Eren zurück in das Lager trug.  

Am Ende der Geschichte wird er von einer wütenden Hanji zur Rede gestellt, die ihm vorwirft, nicht aus Schuldgefühlen zurückgetreten zu sein, sondern ledeglich weil er starke Minderwertigkeitskomplexe hat. Eren jedoch zieht aus Shadis Geschichte, dass er wirklich nur "besonders" ist, weil er der Sohn eines besondern Mannes ist. In diesem Moment erinnert sich Shadis an die letzten Worte, die Carla an ihn richtete und erzählt sie Eren. 

Als die Mitglieder des Aufklärungstrupps das Geländer verlassen, erinnert sich Keith an die Zeit von vor drei Jahren. Als Eren dem Trainingslager beitritt, bemerkte Shadis von Anfang an das "Feuer in den Augen", welches er von Grisha "übernommen" hatte. Daraufhin sabotierte er seine Ausrüstung, welches einen egoistischen aber auch nobeln Grund haben könnte. Als er jedoch bemerkt, das Eren trotz sabotierter Ausrüstung die Balance, wenn auch nur kurz, halten konnte, gab er schließlich nach. Am Ende des Tages hat er endlich eingesehen, dass er nicht mehr ist, als ein "Zuschauer", ein "Betrachter", der nie die Macht hatte, etwas zu verändern.   

TriviaBearbeiten

  • Laut Hajime Isayama ist Keith ledig, weil er sich dieses Glück nicht gönnt, weil viele Soldaten unter seinem Kommando umgekommen sind[16].
  • Keith ist der erste Kommandant, der zurückgetreten ist. Alle anderen vor ihm wurden gefressen.
  • Mit einer Körpergröße von 198cm ist Keith der größte menschliche Charakter aus der Serie.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Attack on Titan (dt.), Band 4, Kapitel 17, Seite 146 f.
  2. Attack on Titan, Band 4, Kapitel 18
  3. Attack on Titan, Band 1, Kapitel 1, Seite 34 f.
  4. Attack on Titan: No Regrets, Kapitel 2
  5. Attack on Titan: No Regrets (dt.), Band 1, Kapitel 2, Seite 81
  6. Attack on Titan: No Regrets, Band 1, Kapitel 2, Seite 76 ff.
  7. Attack on Titan: No Regrets, Band 1, Kapitel 2, Seite 85 ff.
  8. Attack on Titan: No Regrets, Band 1, Kapitel 3, Seite 98 ff.
  9. Attack in Titan: No Regrets, Band 2, Kapitel 6, Seite 62
  10. Attack on Titan, Band 1, Kapitel 1, Seite 29 ff.
  11. Attack on Titan, Band 4, Kapitel 15, Seite 52 ff.
  12. Attack on Titand, Band 4, Kapitel 15, Seite 79
  13. Attack on Titan, Band 4, Kapitel 15, Seite 82 ff.
  14. Attack on Titan, Band 1, Kapitel 16, Seite 117
  15. Attack on Titan, Band 4, Kapitel 18
  16. Bessatsu Magazin, Ausgabe September 2014

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